1.Gerhard Weiss Gedenkturnier, 6.7. - 8.7.2007

Das war es also, das 1. Gerhard Weiss Gedenkturnier. Das Turnier der Union Ultrà das über 2 Tage hinweg ging und das UUnserem verstorbenen Freund und Kameraden gewidmet wurde. Nun folgt ein kurzer Überblick der Geschehnisse seit Mittwoch, dem 4. Juli 2007:

Mittwoch, 4.Juli:
Es war der Startschuss zur finalen Turniervorbereitung. Bereits um 9 Uhr morgens trafen sich gut 20 Leute zum Aufbau des Bierzeltes. Sicherlich wären mehr Leute dazu vorteilhafter gewesen, nur ist dies an einem ganz normalen Werktag natürlich schwierig. Es vergingen doch einige Stunden bis das Zelt schlussendlich stand. Das Wetter machte uns aber sehr zu schaffen. Sinnflutartiger Regen, orkanartige Sturmböen und gefühlte -2° erschwerten den Aufbau doch massgeblich. Aber nachdem es bekanntlich nur die falsche Bekleidung und kein schlechtes Wetter gibt, hielt uns das Wetter auch nicht sonderlich lang aus. Trotzdem waren danach alle Mitarbeiter geschafft und gezeichnet, sodass die restlichen Arbeiten auf die kommenden Tage verschoben wurde!

Donnerstag, 5.Juli:
 Die restlichen Arbeiten rund um das Bierzelt wurden erledigt. Die Bierbänke wurden aufgestellt, die Elektronik verkabelt, die Bar aufgestellt etc. Nur noch ein Tag bis zum Turnierstart. Aber eigentlich lief schon alles nach Zeitplan....

Freitag, 6.Juli:
 Der "grosse" Tag schien gekommen. Nach monatelanger Vorbereitung und Planung war es also nun soweit. Die gesamte Gruppe der Union Ultrà war mit einer Organisation eines Festes in diesem Ausmass doch sehr unerfahren. Deshalb stieg die Nervosität doch von Minute zu Minute. Das Wetter besserte sich im Laufe der Woche nur mässig. Starke Windböen zerstörten kurz vor dem offiziellen Turnierstart den Grill- und den Getränkestand im Freien, sodass diese nach drinnen verlagert werden mussten. Starke Rauchentwicklung und teils unerträgliche Hitze im Zelt waren durch den Grill die Folge. Durch diese "Umbauarbeiten" geriet man auch leicht aus dem Zeitplan.
Im Bierzelt selbst spielte sich noch nicht wirklich viel ab. Nur wenige Mannschaften waren bereits angereist. Darunter die Teams von LOK Leipzig, Vienna und Aarau. Der offizielle Turnierstart war dann um kurz vor 19.00 Uhr mit dem Match der Austria Salzburg Reserve gegen eine Fanauswahl. Eigentlich ist ja die Reserve auch nur eine verstärkte Fanauswahl, und so gewann diese auch klar mit 7:3. Doch die Gaudi stand bei diesem Spiel (sowie auch bei dem gesamten Turnier) sowieso im Vordergrund. Es war recht nett so machen aus dem Vorstand und der Kurve mal auf die Beine zu schauen. Aber auch der neue Trainer der Reserve, Fritz Oberascher, war das erste Mal in Aktion.
Nach dem Match verlagerte sich das Geschehen in das Bierzelt. Alle Mannschafen wurden begrüsst und eine kurze Ansprache über das Wieso und Warum des Turniers wurde gehalten. Um ca. 22 Uhr wurde dann ein Video über unseren verstorbenen Freund GerLi gezeigt. Leider gab es bei dem Video Tonprobleme, aber wie Andi L. - Mitorganisator des Turniers - passend dazu meinte: "Bei so einem Video, braucht man keinen Ton"! Die geplante Tombola nach dem Video wurde dann auf Samstag Abend verschoben. Dann wurde nur noch Musik aufgelegt und der Abend kling gemütlich aus. Es wurde schon fleissig getrunken und gegrillt, sodass der erste Abend sicherlich als Erfolg bezeichnet werden kann, auch wenn noch nicht wirklich viele Leute im Zelt waren.

Samstag, 7.Juli:
Um 10.30 Uhr wurde der Spielbetrieb gestartet. Insgesamt 30 Mannschaften (bzw 29. da eine nicht antrat) kämpften um den Turniersieg. Das Wetter war nicht unbedingt ideal, wurde aber im Laufe des Tages immer besser. Alle Mannschaften trafen rechtzeitig zu ihren Spielen ein, sodass eigentlich alles relativ pünktlich über die Bühne ging. Die "üblichen Verdächtigen" aus der eigenen Kurve, wie die Mannschaften der TGS und der UU, kamen alle problemlos in die Zwischenrunde.
Kurz vor 20 Uhr wurde dann der "Elferkönig" ermittelt. Nachdem es keinen Torschützenkönig bei dem Turnier gab, war dies eine recht nette Alternative. In kürzester Zeit (~50 Minuten) meldeten sich an die 70 Leute für den Bewerb an. Dieser war natürlich kostenlos, und jeder Teilnehmer bekam einen Gerhard Weiss Gedenkturnier Button als Andenken geschenkt! Das Scheitern am Torman bzw am Aluminuim war recht gross, so war der Bewerb auch schnell wieder vorbei. Am Schluss gab es einen Union Doppelsieg. Ein Vertreter der "Red Flames" von Union Berlin gewann vor einem Lokalmatador der Union Ultrà.
Nach dem Elferturnier folgte DER Höhepunkt des Turniers im Bierzelt. Die Schweriner Oi Band "Gumbles" heizte den Leuten so richtig ein. Auch wenn es wohl nicht des jeden Musik Geschmack war, hatte wohl jeder seinen Spass. Die meisten wahrscheinlich an dem Pogo, der pausenlos vor der Bühne vor sich ging! Die Gumbles wussten aber auch, wie man die Leute richtig einstimmt. So wurde von deren Sänger einmal "Dick und Durstig", "You will never walk alone" sowie "ACAB - All Cops Are Bastards" vor ihrem Konzert angestimmt!
Auch die Tombola und die Dressenversteigerung wurde am Samstag Abend noch veranstaltet. Viele schöne Preise, wie zB einen DVD Player, MP3 Player, originale "antiquare" Dressen der Austria oder auch DVDs von Austria Salzburg Spielen, fanden sich darunter. Die Dressenversteigerung, dessen Erlös dem Austria Nachwuchs zu Gute kommt, brachte mit dem Tormanndress von Alex Trappl 60€ ein!
Im Bierzelt selbst war nicht so viel los, wie wir uuns das vorgestellt hatten. Vielen waren wohl auch die Preise zu hoch (wobei 20€ für 10 Bier absolut nicht teuer sind ;) !) und stellten dadurch bei ihren Zelten auf Selbstversorger um.

Sonntag, 8.Juli:
 Der letzte Tag des Turniers. Die Leute waren gezeichnet von 2 Tagen durchgehendem Feiern, sowie 2 Tage durchgehender Arbeit. Trotzdem waren alle noch motiviert. Auch das Wetter spielte endlich mit. Strahlender Sonnenschein und sommerliche Wärme machten sich breit. Es war der Tag der spannenden Spiele. Nur mehr die besten Mannschaften waren nach der Zwischenrunde über. Der Sieger der letzten Jahre, die Jungs des Moostrasse der TGS, schieden jedoch frühzeitig aus. Jedoch war dies wohl eher auf den Alkoholspiegel zurückzuführen...! Die Union Ultrà, das Veranstalter Team setzte sich äusserst souverän bis ins Halbfinale durch. Dort siegte man durch die kämpferische Leistung gegen das Team "Karnevalsverein", die vielleicht spielerisch beste Mannschaft des Turniers. Im zweiten Halbfinale gewannen die Jungs des SAK 1914, die Rude Boys, in einem wahren Elferkrimi gegen die Forellenwegjungs. Das "Traumfinale" war also perfekt. 2 Stadtvereine aus Salzburg, 2 Traditionsvereine standen sich gegenüber. In der Zwischenrunde gab es dieses Duell bereits einmal. Die Union gewann 2:0. Das Finale war spannend, mit Chancen auf beiden Seiten. Die Union nutze ihre aber und gewann klar mit 3:0. Das Ergebnis fiel im Endeffekt zu hoch aus, 3:1 oder 3:2 wären aufgrund der Chancen der Rude Boys absolut möglich gewesen. Ein Traum ging also in Erüllung. Die Union Ultrà, gewann bei dem eigenen Turnier, das UUnserem verstorbenen Kameraden gewidmet wurde.
Nach dem Finalspiel folgte die Siegerehrung. Jede Menge Preise wurden vergeben. Pokale für die ersten 5 Teams, Curva Viola Schals und Polos, Austria Salzburg Trumer Meisterboxen, sowie ein paar von der Tombola übergebliebene Sachen.
Danach lies man den Abend noch gemütlich ausklingen. Nach 17 Uhr waren so gut wie alle Auswärtigen weg, und man unterhielt sich noch bis tief in die Nacht hinein über das Turnier....

Montag, 9.Juli:
 Das große Aufräumen. Das Bierzelt wurde wieder abgebaut. Ausgemacht wurde wieder 9.00 Uhr, allerdings kam der "Zelt-Heini" erst gegen Mittag. So geriet man gehörig ausser Zeitplan, da auch Trumer für die Abholung der Bierbänke bzw der Getränke zur gleichen Zeit kam. Dadurch gerieten wir alle in ein schlimmes Unwetter. Gut 10 Leute versuchten unter schwierigsten Bedingungen das Zelt im LKW zu verstauen. Ein Deja Vü Erlebnis kam bei allen auf, die bereits Mittwoch bei ähnlichem Wetter das Zelt aufbauten. Doch dieses Mal war es um einiges schlimmer. Der Regen war noch heftiger und das Unwetter zog sich über mehrere Stunden. Was noch dazukam: alle, die mitarbeiteten, hatten seit Freitag kaum mehr geschlafen. Wir waren alle körperlich quasi tot. Durch die Anstrengungen beim Zeltabbau in Verbindung mit dem Unwetter (dieses mal gefühlte -15° ;-) ) waren 2 Leute dem Zusammenbruch nahe. Schlussendlich wurde die Arbeit von 5-7 Leuten fertiggestellt. Der Rest konnte einfach nicht mehr. Nach einer heissen Dusche vor Ort, aufwärmen in der Garage und Smalltalk machten sich am späten Abend dann alle auf die wohlverdiente Heimreise. Hierbei noch einmal speziellen Dank an je 2 Mitglieder der Lunatics und der Purple Hearts (bzw hier waren es ja eigentlich 3), die tatkräftig beim Zeltabbau mithalfen, obwohl es sie eigentlich ja "nichts angeht" (grob ausgedrückt). DANKE!

 Fazit:
 Das war es also das 1. Gedenkturnier. Das Turnier nun zusammenzufassen fällt nicht leicht. Im Vordergrund stand mit Sicherheit immer der Gedanke. Und der wurde über die Tage hinweg auch gelebt. Es war ein sensationeller Turnierablauf. Komplett friedlich - bis auf einen kleinen Zwischenfall. Das war absolut nicht zu erwarten. Nachdem ja schließlich "halb Europa" eingeladen wurde - darunter auch eine etwas "komische" Truppe - war eine Kracherei eigentlich vorprogrammiert. Jedoch konnte dies durch eine Sache verhindert werden: Das Konterfei von GerLi ber der Bühne. Man musste nur dort hinschauen, oder der Moderator musste nur dort hinzeigen, dann stellte sich schon bei Jedem automatisch die Ganslhaut auf und jeder wusste warum er dieses Wochenende nach Salzburg kam. Nämlich zum Gedenken an GerLi - und nicht um zu boxen oder sonstwas! Und genau dieser Gedanke half extrem, dass dieses Turnier so gut über die Bühne ging. Dies ist nun ein guter Zeitpunkt um die 3 emotionalsten Momente des Turniers aufzulisten:

- das Video Freitag Abends. Nachdem der Ton ausgefallen war, war es KOMPLETT still im gesamten Zelt. Und die Bilder aus GerLi's Kindheit waren dazu sehr bewegend. Als wäre das nicht schon genug gewesen, blies auch noch der Wind hefitg gegen das Zelt. So hörte man jeden einzelnen Steher und Nagel! Unglaublich, was es einem da für eine Ganslhaut aufstellt. Man merkte den Respekt, den UUns und GerLi jeder entgegenbrachte, der bereits am Freitag Abend aufs Turnier kam.
 - die Siegerehrung Sonnatg Nachmittag. Andi L., welcher im Finale selbst auch spielte (siehe Punkt 3!), begründete den Sieg der Union Ultrà damit, dass sie das ganze Turnier über einen Vorteil hatten. Dabei drehte er sich um und zeigte auf das Konterfei von GerLi. Wenige Sekunden war es danach so still wie Freitags während des Videos, danach stand das gesamte Zelt auf und applaudierte. Standing Ovations also für unseren Gerhard GerLi Weiss! Bei solchen Aktionen kann man sich Tränen einfach nicht mehr verkneifen. Auch das war wieder ein unglaublicher und überwältigender Respektsbeweis UUns und vor allem GerLi gegenüber! DANKE für die Geste an Alle an dieser Stelle!
 - zu guter Letzt: das alles entscheidende 3:0 im Finalspiel der Unione gegen die RudeBoys. Wie bereits erwähnt, lies es sich Andi L. nicht nehmen bei diesem Spiel selbst aufzulaufen. Er schlief das ganze WE sehr wenig, arbeitete auch am Sonntag viel, doch nichts merkte man bei dem Spiel davon. Man merkte nur eines: er spielte für GerLi - einen seiner besten Freunde. Unglaubliche Solos und Antritte machten der Abwehr der RudeBoys schwer zu schaffen. Und er wollte unbedingt ein Tor schiessen, welches ihm dann auch gelang. Und wieder stellte es uns die Ganslhaut auf, als wir Andi L. nach seinem Tor ins Gesicht blickten. Dieser Torjubel....das kann man in Worten nicht ausdrücken oder beschreiben. Der ganze Druck war mit einem Tor abgefallen.

 Es gäbe jetzt noch viele weitere aufzuzählen, aber das sind mit Sicherheit die 3 Emotionalsten gewesen. Die Tränendrüse war bei allein dreien aktiv...!
Es war ein grandioses Turnier. Der Ablauf war nahezu perfekt und komplett friedlich, und dass die Unione auch noch das Turnier gewann, war eigentlich nur noch Zugabe. Aber es war schon beeindruckend, wie "leicht" wir das Turnier für uuns entscheiden konnten. Wie Andi L. richtig sagte bei der Siegerehrung "Wir hatten einen großen Vorteil, das gesamte WE über. Und zwar einen sechsten Feldspieler". Und es war tatsächlich so. Es war die mentale Überlegenheit gegenüber allen anderen teilnehmenden Mannschaften. Jeder der Union wusste harrgenau warum und vor allem wofür er diese 2 Tage spielte. Richtig, für unseren GerLi.

Nun gibts eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Der Ablauf war sensationell dafür, dass wir mit so einer Veranstaltung Erfahrungswert 0 hatten! Es bleibt nur noch, sich bei allen zu Bedanken. Bei dem Organisationskomitee, bei allen die gekommen sind, und bei allen die bei dem Turnier gearbeitet und mitgeholfen haben. DANKE!
Ob und in welcher Form, es das Turnier nächstes Jahr geben wird, muss noch überlegt werden. Aber höchstwahrscheinlich sieht man sich nächstes Jahr wieder, beim 2. Gerhard Weiss Gedenkturnier!

 

UNIONE, UNIONE alè alè alè!

Fotos